Von Hildesheim nach Silicon Valley

Der KI-Pionier Sebastian Thrun erhält den Aachener Ingenieurpreis 2020.

Angefangen hat alles mit einem Informatikstudium in Hildesheim und Bonn, wo Sebastian Thrun 1995 promoviert wurde. Drei Jahre später ging er als Assistant Professor an die Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania, bevor er 2003 nach Kalifornien zog – als Associate Professor und später Full Professor sowie Leiter des Artificial Intelligence Lab an die Stanford University.

Google-Gründer Larry Page holte Thrun ins Boot
Heute gilt Sebastian Thrun als ausgewiesener Experte für Künstliche Intelligenz (KI), der von der US-Fachzeitschrift Foreign Policy gar auf Platz vier der hundert einflussreichsten Denker der Welt eingereiht wurde. So entwickelte er mit dem Stanford Racing Team den autonom fahrenden VW Touareg „Stanley“, der 2005 die mit zwei Millionen US-Dollar dotierte DARPA Grand Challenge gewann. Kaum im Silicon Valley angekommen, kam Thrun in Kontakt mit Google-Gründer Larry Page, der vom visionären Entwicklergeist Thruns beeindruckt war. 2011 wechselte er dann zu Google und wurde mit dem Aufbau der Forschungsabteilung „Google X” betraut, in der „Google Street View“, die Datenbrille „Google Glass“ und das selbstfahrende Auto entwickelt wurden.

Für sein herausragendes visionäres Wirken wird Professor Sebastian Thrun am Freitag, 4. September 2020, in einem festlichen Akt von RWTH und Stadt Aachen im Rathaus mit dem Aachener Ingenieurpreis ausgezeichnet.

 
03.07.2020